Kultivierung der Sexualität

 

Der Energiezauber im Körper

 

Das kleine Tantra - ABC

Die rituelle Sexualität
als Wendepunkt!

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Ursprung und Geschichte

Über den Ursprung von Tantra wissen wir auch heute nur wenig. Fest steht, dass die geheimen tantrischen Praktiken zunächst lange Zeit von Generation zu Generation mündliche überliefert worden sind.

Ab dem 5. Jahrhundert nach Christus bestimmte der Tantrismus immer stärker das religiöse und gesellschaftliche Leben in Indien.Tantra ignorierte das Kasten-System und forderte die Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Zwischen dem 6. und 17. Jahrhundert hatte der Tantrismus seine Blütezeit. Neben einigen brahmansichen Gemeinschaften machte sich vor allem der buddhistische Vajranyana-Kult tantrische Praktiken zu eigen. Der buddhistische Tantrismus wurde in Tibet weiterentwickelt und beeinflusste so den hinduistischen Tantrismus. Auch der Taoismus wurde von tantrischen Gedanken geprägt, Chinas Taoisten waren bereits vor 2500 Jahren mit tantrischen Lehren vertraut.

Der Chinese Lao Tse gilt als Begründer des Taoismus. Das Tao ist wie der „Logos" von Sokrates der Begriff für den Ursprung des Seins. Es ist das weise waltende Weltgesetz, das im Kleinen wie im Grossen zum Ausdruck kommt. In unserer Welt offenbart sich dieser Ursprung des Seins in zwei grossen Urkräften. Dies sind in China das Yin (W) und Yang (M), in der vedischen Religion Shiva (die männliche Energie) und Shakti (die weibliche Energie). Ziel ist es, die Grenzen zwischen dem Ich und dem Du, dem Innen und Aussen einzureissen. Damit soll man auf allen Ebenen des Seins zu einer höheren Einheit mit dem kosmischen Urgrund heranreifen.

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