Die rituelle Sexualität
als Wendepunkt!

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Kultivierung der Sexualität

Ziel der tantrischen und taoistischen Tradition ist es, sexuelle Energie zu sammeln und sie in die Glückseligkeit der Befreiung umzuwandeln.

„Sexuelle Vereinigung ist ein glückverheissender Yoga, der zur Erlösung führt, obwohl er gleichzeitig den Genuss aller sinnlichen Freuden einschliesst. Er ist ein Pfad zur Befreiung.“ KAULARAHASYA.

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Durch eingeweihte Lehrer enstanden Rituale, die darauf ausgerichtet waren, den körperlichen Orgasmus bei Frau und Mann möglichst lange hinauszuzögern. Durch bestimmte Atemtechniken, meditative Yoga-Übungen und Mantras (gesummte Laute) wird die Sexualenergie Ching durch alle Ebenen des Seins geleitet. Am Ende steht die Vereinigung mit dem kosmischen Prinzip.

Mittelpunkt des Tantra ist der Genuss der fünf mit "M" beginnenden Dinge: Mada (Wein), Matsja (Fisch), Mamsa (Fleisch), Mudra (geröstete Körner) und Malthuna (sexuelle Vereinigung). Sie alle stehen für Lebenslust, Sinnlichkeit, geistiges und körperliches Wohlbefinden. Darum wird Tantra auch als der spirituelle Weg der Lebensfreude bezeichnet.

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Tantra sagt Ja zur Sinnlichkeit, zur Sexualität, zum menschlichen Körper,  zum Genuss. Es gibt keine Trennung von Fleisch und Geist. Alles, was das Leben zu bieten hat, ist heilig.

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