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Der Geschlechtsverkehr bei Tantra

Ein Quicky zwischendurch, tut allen gut. Bei Tantra geht es besonders beim Mann darum, durch die Kontrolle über seine Lust, den Orgasmus zeitlich zu verzögern. So kann man eine ganz neue und viel intensivere Lust erleben.

Das beginnt zunächst damit, dass er beim

 

-Ritual keinen Koitus (Beischlaf) mit der Masseurin vollzieht, um die Möglichkeit zu erkennen, dass so ganz neue, erotische, sexuelle aber auch spirituelle Erlebnisebenen zu erschliessen sind. Wäre das nicht so, würde im Normalfall ein wildes und triebhaftes Gebumse losgehen, das dann auch sehr schnell wieder vorbei ist. Dieses, das man im übrigen für wenig Geld überall bekommen kann.

Das ist aber natürlich nicht der Sinn und die Qualität, die durch

 

möglich ist.

Hat aber der Mann gelernt, seine Triebhaftigkeit zu zügeln und der Masseurin den entsprechenden Respekt entgegenzubringen und sie in ihrer weiblichen Rolle voll und gleichwertig anzuerkennen, ist diese erste Stufe erfolgreich absolviert. Nun steht der zweiten Stufe unter Einbeziehung des Geschlechtsverkehrs nichts mehr im Wege, wenn die Masseurin dem zustimmt.
Der Geschlechtsverkehr nimmt bei Tantra nämlich eine zentrale Stellung ein. Er ermöglicht unter obigen Voraussetzungen einen maximalen Yin / Yang - Austausch zwischen den Partnern und damit die grösste Verschmelzung dieser Energien und Kräfte zu Ching, der eigentlichen Sexualenergie. Je maximaler Ching entsteht, desto weitreichender ist die Befriedigung und die Möglichkeit das Gesamtsystem damit zu durchfluten, um so letztlich auch zu einem echten kosmischen Orgasmus zu gelangen. Die Verwendung eines Kondoms verhindert diesen Energieaustausch um ca. 90% und ist dabei absolut unerotisch.

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Der Sex verkommt dadurch zu einem technischen Spektakel mit liebestötenden Vorbehalten. Es ist, als ob man ein Gummi über die Pole eines Steckers stülpt, bevor man diesen in die Steckdose steckt. Natürlich muss man dabei an die gesundheitlichen Risiken denken und diese nicht ausser Acht lassen. Ungeschützter Verkehr ist in der heutigen Zeit ein bewiesenes Risiko. .

Jede

 

- Masseurin wendet die oben

aufgezeigten Immunisierungsmassnahmen, in der ihr möglichen Weise an, um sich und den Partner gesundheitlich zu schützen. Dennoch wird sie bei "Stufe zwei" (mit Geschlechtsverkehr) trotzdem die Benutzung eines Kondoms zur Bedingung machen. Selbstverständlich ist gerade im tantrischen Sinne die Energie wesentlich intensiver und weitreichender. Aber auch die Lust und die Ekstase erhält ohne Kondom eine weitaus grössere Bedeutung. Wie weitreichend dieses Problem wirklich ist kann man unschwer an der heutigen, mit Kondom grossgewordenen Generation feststellen, die sich dafür mit Techno und Designer Drogen aushelfen muss.

Wollen, ohne wollen wollen

«Die Fähigkeit ein absichtsloses Gespanntsein zu entwickeln, ist eines der grössten Ziele im Leben», wie Eugen Herrigel, der grosse Zenbuddhist sagt. Tantra ist eines der Tore zu dieser Fähigkeit und damit zu einer grossen Freiheit, die wir als moderne Sklaven mit unseren unsichtbaren Ketten der vielen Abhängigkeiten unbedingt durchschreiten sollten. Robin Oakland ist der Ansicht, dass die eigentliche Wirklichkeit in dem bipolaren Zusammenspiel der Antipoden zu finden ist und nicht in den Objekten unserer Welt als solches. Diese "Beziehungswirklichkeit" ist die Ebene, die unsere greifbare Realität erst "bewirkt". Das macht aber deutlich, dass unser Leben nicht nur "eine Kunst", sondern Kunst an sich ist.

In der letzen Folge unserer Tantraserie werden wir in der Zusammenfassung einige OSA Leser zu Wort

kommen lassen, die aufgrund dieser Serie bei

 

waren und nun ihre Erlebnisse schildern.

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