Die rituelle Sexualität - als Wendepunkt / Kapitel 3
von Dieter Krauss, 1997

In der letzten Folge berichteten wir über das Schmusen und den Zungenkuss, wo selbst erfahrene Sexualisten einige Neuigkeiten erfahren konnten.

In der heutigen Folge über

 

berichten wir vom bis zu eineinhalb Stunden dauerenden

Gesamtritual und einer bisher noch nicht gekannten Ekstase dieser intensiven Erlebnisse.

Das Gesamtritual verfolgt bestimmte Regeln und findet innerhalb gewisser Rahmenbedingungen statt.
Da sowohl ein Mann wie auch eine Frau je nach Stimmung unterschiedlich schnell erregt wird, endet eine

Vereinigung meistens dort, wo sie bei

 

erst beginnen sollte und könnte.

Sexuelle Rituale sind daher ein ideales Mittel, um der Sexualität den nötigen Tiefgang aber auch die grösstmögliche Intensität zu verleihen. Solche Rituale sehen vor, dass man bestimmte Spiele miteinander macht, deren Inhalt und Dauer von beiden vorher akzeptiert werden müssen.

Bei

 

führt die Masseurin durch die einzelnen Stadien dieses Rituals, so dass selbst

jemand der zum ersten Mal dieses wunderbare Erlebnis geniesst, sich von vornherein mit Spannung und Neugier auf diese Führung einlässt und so auf seine Kosten kommt

Die nötige Ambiance

Das ganze beginnt mit der nötigen Ambiance. Eine meditative Ruhe, der spezielle Duft ätherischer Öle umgeben einen wohltuend. Zudem ist der Raum in dem alles stattfindet mit frischen Blumen und tropischen Pflanzen geschmückt. Das Flackern von Kerzen und anderer lichternen Gegenstände erinnern unwillkürlich an eine heilige Stätte in einem Tempel. Die magisch-erotische Meditationsmusik versetzt einen zudem gleich in eine andere Welt. Gleich zu Beginn treten sich beide völlig nackt zu einer Energie- und Reinigungsatemübung gegenüber. Danach beginnt ein Ritual, wo ganz bestimmte Akupressurpunkte von der Masseurin behandelt werden. Schon da ist es möglich, dass man in eine Art erotische Trance gerät. Spielerisch reiben sich die bereits sehr erregten Körper aneinander und schon passiert etwas Unerwartetes. Statt der Vorstellung, dass es nun zum Geschlechtsverkehr kommen müsste, wird der ersehnte Orgasmus durch neue Stellungen, Atemübungen und andere Abläufe immer wieder zeitversetzt. Fast jeder Mann entdeckt dabei ganz neue Ebenen der Erregtheit in sich. Dadurch, dass man ständig vor dem Höhepunkt steht, er aber durch rituelle Handlungen spielerisch verzögert wird, geraten beide beteiligten Personen in eine Art Rauschzustand. Die gegenseitige, völlige Hingabe ist die Folge.

Intensive Berührungen folgen

Wenn der Mann mit seinen Fingern in die Vagina der Masseurin eindringt, löst dies in diesem Stadium automatisch Lustschreie aus, auf die intensive Zungenküsse folgen. Man mag ja von Esoterik, Akupressur und ähnlichem halten was man will, aber diese Intensität des Erlebens ist offenbar nur auf diese Weise möglich. Dadurch, dass sich beide im Klaren sind, dass das gegenseitige Massieren, Kuscheln und Liebkosen eben nicht zum logischen Geschlechtsverkehr mit Ejakulation führt, ist der grundlegende Vorteil des rituellen Ablaufs gegeben. Man verlässt dadurch bisher gekannte Ebenen und erreicht tatsächlich so etwas wie einen kosmischen Orgasmus. Dabei erfahrt man, dass das eigene Potential weitaus grösser ist als bisher angenommen und von dem man nur zu träumen gewagt hat.

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